Erdwärmeheizungen haben viele Vorteile

Wohlige Wärme in den eigenen vier Wänden, auch wenn draußen Minustemperaturen herrschen? Zu Hause will man es natürlich immer angenehm warm haben und auf keinen Fall frieren müssen.

Gerade Hausbesitzer haben da oft die Qual der Wahl und müssen entscheiden, mit welcher Methode sie ihr Eigenheim am besten heizen. Bei der Entscheidung spielen meist vor allem finanzielle Aspekte eine Rolle. Aber auch der Umweltschutz wird vielen Menschen immer wichtiger.

Heizkosten senken und CO2-Ausstoß reduzieren

Eine Möglichkeit, um beide Wünsche in Einklang zu bringen, ist die Geothermie, beziehungsweise das Heizen mit Erdwärme. Die in der Erdkruste gespeicherte Wärme kann mithilfe einer Erdwärmeheizung als regenerative Energie genutzt werden.

Mit einer Geothermieanlage können Hausbesitzer nicht nur ihre Heizkosten deutlich senken, auch der CO2-Ausstoß wird stark reduziert.

Da jedoch die einmaligen Anschaffungskosten für eine Erdwärmeheizung verhältnismäßig hoch sind, sollten sich Eigenheimbesitzer und Bauherren vorab genau überlegen, ob diese Art der Wärmeerzeugung für sie persönlich das Richtige ist.

Wer sein Haus mit Erdwärme heizen möchte, hat drei verschiedene Möglichkeiten. Welche Wärmequelle genutzt wird, ist vor allem von der Größe und der Beschaffenheit des Grundstückes abhängig. Da nicht jede Art von Anlage auch auf jedem Untergrund installiert werden kann, sollte man sich vorab zum Beispiel über die Bodenfeuchtigkeit oder die Verfügbarkeit von Grundwasser informieren.

Drei verschiedene Möglichkeiten

Erdwärmekollektoren werden in geringer Tiefe verlegt. Zwar ist dafür nur ein Erdaushub von etwa einem Meter nötig, jedoch werden die Kunststoffrohre flächendeckend unter der Erde verlegt. Wie viel Fläche notwendig ist, ist von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel der Bodenfeuchtigkeit abhängig. Als Faustregel kann man allerdings davon ausgehen, dass die benötigte Kollektorenfläche circa zwei Mal so groß sein sollte, wie die zu beheizendende Wohnfläche.

Eine Erdwärmesonde hat den Vorteil, dass sie nur wenig Platz braucht und somit auch auf kleineren Grundstücken gut installiert werden kann. Hierbei wird bis zu 200 Meter tief in die Erde hinein gebohrt und nicht viel Fläche benötigt. Die Kosten sind allerdings höher als zum Beispiel bei der Verlegung von Erdwärmekollektoren, da die Bauarbeiten aufwendiger sind.

Die dritte Möglichkeit ist Grundwasserwärme, die bis jetzt jedoch nur selten von Hausbesitzern als Wärmequelle genutzt wird. Damit eine Grundwasserpumpe überhaupt installiert werden kann, muss sich unter dem Grundstück Grundwasser von hoher Qualität befinden. Vorab müssen deshalb Wasserproben entnommen, sowie eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde eingeholt werden. Insgesamt ist die diese Methode also recht aufwendig und mit höheren Kosten verbunden.

Kosten amortisieren sich nach wenigen Jahren

Die Anschaffungskosten für eine Erdwärmeheizung sind zwar höher als bei anderen Heizmethoden, allerdings hat sich die Investition nach einigen Jahren bereits amortisiert.

Experten gehen davon aus, dass in Zukunft deutschlandweit noch mehr Erdwärme genutzt wird.

Laut dem nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien, den die Bundesregierung im August 2010 beschlossen hat, soll der Anteil an erneuerbaren Energien insgesamt bis zum Jahr 2020 auf mindestens 18 Prozent ansteigen.

Immer mehr Menschen profitieren von den großen Vorteilen der Geothermie“, meint auch der Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie, Waldemar Müller-Ruhe im Rahmen des Geothermiekongresses 2011. „Sie ist nicht nur landschaftsschonend, kohlendioxidarm und nach menschlichem Ermessen unerschöpflich. Sie stellt ihre Energie darüber hinaus zuverlässig, grundlastfähig und zu stabilen Preisen zur Verfügung.“

Mieter können auf anderem Weg Heizkosten sparen

Doch die Geothermie ist nur eine von vielen Methoden, um die eigenen vier Wände zu heizen. Zudem kommt die Installation einer Erdwärmeheizung normalerweise nur für Eigenheimbesitzer infrage. Um als Mieter Kosten zu sparen, kann es oft schon ausreichen, den Gasanbieter zu wechseln. Die meisten Mietwohnungen sind mit einer Gasheizung ausgestattet, und wer einen eigenen Zähler hat, kann den Versorger völlig problemlos wechseln. Auch für den Fall, dass nur ein Gaszähler das gesamte Mehrparteienhaus abdeckt, kann es sich lohnen, mit dem Vermieter und den Nachbarn über einen Wechsel zu sprechen.

Neben den deutschlandweit verfügbaren Anbietern gibt es Gasversorger für bestimmte Regionen, die häufig deutlich günstiger sind und mit denen man auch als Mieter ganz leicht seine Heizkosten senken und somit bares Geld sparen kann.