Start Lexikon Lexikon D Drehrohrpyrolyse

Anmeldung

Umweltdatenbank.de - Eine der ersten und größten Plattformen zum Thema Umweltmanagement und -schutz im Internet seit 1998



Nach der Anmeldung können Sie Ihre Firma im Adressbuch eintragen, Sachbeiträge im Lexikon und Kommentare im Forum eingeben.

Wer ist online?

Wir haben 92 Gäste online

Aktuelles im Forum

Datenbankzugriffe

seit 1.4.1998

Plagiate dieser Website werden automatisiert erfasst und verfolgt.

Empfehlungen

   

Nachrichten


Drehrohrpyrolyse PDF Drucken E-Mail
Lexikon - Lexikon D

Bei der Drehrohrpyrolyse wird das Produkt typischerweise auf 500° bis 700°C erhitzt. Während der Durchlaufzeit (zwischen 30 und 90 Minuten) zersetzt sich das organische Material und es bildet sich ein Pyrolysegas und der Pyrolysekoks (+ anorganisches Restmaterial)-

Das Pyrolysegas kann nun gereinigt oder kondensiert werden. Das übrigbleibende Pyrolysegas wird nun in einer separaten Brennkammer verbrannt und liefert zum einen die Prozeßwärme für den Pyrolyseprozess , andererseits aber auch reichlich Energie für anderweitige Applikationen (z.B. Dampferzeuger).

Die  Vorteile der Drehrohrpyrolyse liegen darin, dass:

  • es ein kontinuierlicher Prozess ist
  • verschiedene Qualitäten, sogar Produkte verarbeitet werden können
  • es anlagentechnisch relativ einfach ist
  • Mit der Drehrohrpyrolyse können Bodenverunreinigungen (Öl, Quecksilber, Dioxin) relativ einfach gesäubert werden.

Folgende Verfahren wurden bereits eingesetzt:

  • Müllpyrolyse: MPA Burgau (D) seit 1986 und Contherm Hamm (D) seit 2001
  • Bodenreinigung ölverseuchter Böden: BRZ Herne (D) seit 1992
  • Bodenreinigung quecksilberverseuchter Böden: Marktredwitz 1994-1996
  • Klärschlammpyrolyse: Yokohama (JP) seit 2000 und Tokio (JP) seit 2007
  • Bodenreinigung dioxinverseuchter Böden: Spolana (CZ) seit 2005
  • Braunkohleverkokung/-entgasung: Semirara (Ph) seit 2005
  • Altholzrecycling: Mie (JP) seit 2006
  • Altreifenrecycling: Ypsonas (Cy) seit 2009

Folgende Verfahren sind ebenso möglich:

  • Holzhackschnitzel-Verkokung (ähnlich einem Meiler)
  • Biomasseverwertung (z.B. Pferdemist), gegebenenfalls mit Vortrockner
  • Tetra-Pack-Fluff-Recycling
Bei der Biomasse-Pyrolyse wird ein Teil als Pyrolysekoks (fast reiner Kohlenstoff) ausgeschieden. Manche Leute argumentieren daher, daß dieses Verfahren CO2-freundlicher als die reine Verbrennung zu werten sei, weil ja nicht alles an Kohlenstoff verwertet wird.
Autor: Dirk Gerlach
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. August 2009 um 19:00 Uhr
  Noch keine Kommentare.
Du musst dich anmelden oder registrieren, um einen Kommentar zu schreiben.
Diskutieren ...
 

Herkunft der Besucher

Die (nach Google, Yahoo, Bing, etc.) für diese Seite wichtigsten Besucherquellen. Gehört Ihre Website auch dazu? Dann lesen Sie hier weiter.
 

Sponsoren