Energie, Energievorraete, Energieressourcen
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Nachricht von Axel Mayer am 17. Dezember 2005:
Energie, Energievorraete, Energieressourcen Erdoel, Uran, Kohle, Gas Wie lange reichen die Energievorraete / Energieressourcen der Welt? Im Internet und den Medien finden sich zum Thema weltweite Energievorr�te ( Uran, Erdoel, Gas, Kohle) die unterschiedlichsten, haeufig interessengeleiteten Angaben. Wir versuchen hier einige Infos zum Thema weltweite Energievorraete zusammenzutragen.
Die Fachzeitschrift Politische Oekologie schreibt in ihrer Ausgabe vom Maerz 2004: Bei den Steigerungsraten des Verbrauchs, welche die Internationale Agentur des OECD ( International Energy Agency, IEA) berechnete, ergibt sich: • ein Ende des Erdoels um 2035, • von Erdgas vermutlich vor 2040, • Kohle reicht bis maximal 2100. Dabei ist jedoch nicht beruecksichtigt, dass sie die anderen Energietraeger ersetzen muss und gleichzeitig zu einem gesteigerten CO2 -Ausstoss fuehrt. • Uran reicht bei der heutigen Foerderung nur bis 2040. • Schon 2010 produzieren die OPEC des Nahen Ostens 50 Prozent des Oels. Das verschafft diesen, teilweise politisch instabilen Laendern eine bedeutende Machtposition - nicht nur ueber die Preise. Aehnlich sieht es beim Erdgas aus, das Deutschland im Jahr 2010 vermutlich zu 90 Prozent aus Russland importieren wird. Quelle: Zeitschrift "politische Oekologie 87 - 88" / Maerz 2004 Die Atommlobby, u.a. organisiert im Verband Schweizerischer Elektrizitaetsunternehmen fasst in ihrer Homepage (am 7. Sept.2005) die heutigen Erkenntnisse zusammen, allerdings ohne die Steigerungsraten des Verbrauchs einzubeziehen. „Wie lange reichen die Energievorraete der Welt? Teilt man die aus heutiger Sicht technisch und wirtschaftlich abbaubaren Reserven durch den jetzigen Verbrauch, erh�lt man die so genannte statische Reichweite. Diese betraegt fuer Erdoel rund 41, fuer Erdgas 67, fuer Kohle 192 und fuer Uran (ohne Brutreaktoren) rund 50 Jahre.“
Zitatende Nach den realen Zahlen fliessen dann die Zukunftshoffnungen der Atomlobby in den Text der Homepage ein: „Die statische Reichweite ist aber nur bedingt aussagekraeftig, da sich einerseits der Verbrauch staendig aendert und andererseits immer noch neue Vorkommen entdeckt werden. Bei steigenden Energiepreisen lohnt sich auch der heute noch nicht wirtschaftliche Abbau von Vorraeten.“ Zitatende Doch das unloesbare Grundproblem der nicht regenerativen Energiequellen wie Uran, Gas, Oel und Kohle sind nach Ansicht von BUND Geschaeftsfuehrer Axel Mayer, die Probleme eines unbegrenzten Wachstums und der damit verbunden staendig steigenden Nachfrage nach Energie:
Bei einem anhaltenden Wachstum des Energieverbrauchs von 3% verdoppelt sich dieser alle 23 Jahre, bei 5% sogar bereits alle 14 Jahre. Und eine Menge, die exponentiell waechst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen Verdoppelungszeit. Dauerhaftes exponentielles Wachstum des Energieverbrauchs ist nicht moeglich auch wenn die Kohle, Oel- und Atomlobby anderes verkuenden.
Unser Wirtschaftswachstum ist immer noch nicht ganz abgekoppelt von einem erhoehten Energie- und Rohstoffverbrauch. Das Ende des Oel- und Uranzeitalters ist absehbar und wird durch den Export unseres Verschwendungssystems nach China und Indien noch verstaerkt. Das weltweit knapper werdende Oel loest beim abhaengigen Patienten Mensch klassische Suchtsymptome aus. Statt Energie zu sparen und Alternativen zu foerdern, rufen wachstumsglaeubige Politiker nach einer intensiveren Oelfoerderung und nach der noch haerteren und gefaehrlicheren Energiedroge Atomenergie. Die Abhaengigkeit vieler Politiker und Parteien von der Energielobby gefaehrdet die Demokratie.
Das Wachstum im Bereich der Alternativen Energien, gehoert zu den wenigen hoffnungsvollen Zeichen der Zeit. Von 1995 bis 2005 haben sich die Preise fuer atomar-fossile Energien mehr als verdoppelt, w�hrend sie sich fuer erneuerbare Energien halbiert haben. Windstrom ist global die am schnellsten expandierende Energienutzung. In der EU gingen im Jahr 2005 alle zwei Monate 1000 MW neue Windenergie ans Netz. In Kilowatt (Leistung) entspricht dies einem neuen AKW Goesgen (CH), in Kilowattstunden (Produktion) wird damit ein Atomreaktor der Gr�sse Beznau(CH) ersetzt - und dies alle 60 Tage. Und genau dieses positive Wachstum der zukunftsfaehigen Energien wird von den Anhaengern der atomar-fossilen Energiegewinnung massiv bekaempft.
Den zerstoererischen Traum von dauerhaftem, unbegrenzten Wachstum im begrenzten System Erde koennen allerdings auch die Alternativenergien nicht erfuellen. Wer den American Way of Life mit Energie- und Rohstoffverschwendung, mit Umwelt- und Innenweltverschmutzung auf den Rest der Welt uebertragen will, der f�hrt diesen Planeten mit und ohne regenerative Energiequellen gegen die Wand. Mit Wind- und Sonnenenergie geht das dann nur ein wenig langsamer.
Axel Mayer
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