Englisch: reduction
Chemische Verbindung en werden durch physikalische, chemische und/oder biologische Vorgänge in einfacher gebaute Stoffe zerlegt. Man unterscheidet den nicht biologischen (abiotischen) und den biologischen Abbau.

Beschreibung

Ein Bild zum Thema Abbau im Umwelt Kontext
Abbau
Der abiotische Abbau von Wasserinhaltsstoffen kann z.B. durch Lichtenergie (= Photoabbau) erfolgen. Der biologische Abbau von Stoffen ist eine Leistung lebender Organismen. Nach der Abbaustufe (Ausmaß des molekularen Abbaus unterscheidet man vor allem den Primärabbau, den Totalabbau und die Mineralisation. Die einzelnen Verbindungen werden in den verschiedenen Umweltmedien (Luft, Wasser, Boden) unterschiedlich stark abgebaut. In den Bereichen Wasser und Boden spielt der biologische Abbau u.a. durch Mikroorganismen (speziell Bakterien und Pilze), eine entscheidende Rolle. Durch den Abbau werden einerseits die in den abgestorbenen Lebewesen gebundenen Stoffe wieder dem natürlichen Stoffkreislauf zugeführt. Andererseits erfolgt durch den stufenweisen Abbau schädlicher in Umwelt gelangter Produkte deren Entgiftung. Große Mengen im Abwasser enthaltener leicht abbaubarer Stoffe werden auf diese Weise in Kläranlagen unschädlich gemacht. Eine Zerlegung schwer abbaubarer Stoffe ist hier dagegen nur in geringem Maße möglich, so dass ein erheblicher Teil von ihnen anschließend in die natürlichen Gewässer gelangt. Bei den Bemühungen um eine Herabsetzung der Gewässerbelastung durch schwer abbaubare Stoffe kommt daher auch deren Ersatz durch leicht abbaubare, ungefährliche Stoffe große Bedeutung zu. Die Geschwindigkeit, mit der der Abbau eines Stoffes in einem Medium (Wasser, Boden, Luft) unter den dort vorliegenden Bedingungen erfolgt, wird oft anhand der Halbwertszeit angegeben: darunter versteht man diejenige Zeit, nach der die Hälfte der ursprünglich vorhandenen Menge des betroffenen Stoffes abgebaut oder umgewandelt ist. Die Zerlegung von aus vielen Atomen bestehenden organische Verbindungen in einfachere durch biologische (z. B. durch Enzyme oder Mikroorganismen), chemische (z. B. langsame Oxidation, Verbrennung, Umwandlung) oder durch physikalische (z.B. UV-Strahlung) Einflüsse.

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