English: Secondhand Smoke / Español: Humo de Segunda Mano / Português: Fumo Passivo / Français: Tabagisme Passif / Italiano: Fumo Passivo

Im Umweltkontext bezieht sich Passivrauchen auf die unfreiwillige Einatmung von Tabakrauch durch Personen, die sich in der Nähe von Rauchern befinden. Dieser Rauch setzt sich aus der Luftverschmutzung durch brennenden Tabak und dem Rauch aus, den der Raucher ausatmet. Passivrauchen ist eine Form der Luftverschmutzung in Innenräumen, die ernsthafte Gesundheitsrisiken für Nicht-Raucher darstellt, einschließlich eines erhöhten Risikos für Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs.

Allgemeine Beschreibung

Passivrauchen enthält über 7.000 chemische Verbindungen, von denen Hunderte giftig sind und etwa 70 krebserregend. Kinder, schwangere Frauen und Personen mit bestehenden Gesundheitsproblemen sind besonders anfällig für die schädlichen Auswirkungen von Passivrauchen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere Gesundheitsorganisationen betrachten Passivrauchen als bedeutendes öffentliches Gesundheitsproblem.

Anwendungsbereiche

  • Gesundheitsvorsorge und -aufklärung: Programme zur Sensibilisierung über die Risiken des Passivrauchens und zur Förderung rauchfreier Umgebungen.
  • Gesetzgebung: Einführung und Durchsetzung von Gesetzen, die rauchfreie Zonen in öffentlichen Gebäuden, Arbeitsplätzen und anderen geschlossenen Räumen vorschreiben.
  • Umweltüberwachung: Messung und Überwachung der Luftqualität in Innenräumen, um die Belastung durch Passivrauchen zu minimieren.

Bekannte Beispiele

  • Rauchverbote in öffentlichen Einrichtungen: Viele Länder haben Gesetze erlassen, die das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Bars und anderen öffentlichen Plätzen verbieten, um die Exposition gegenüber Passivrauchen zu reduzieren.
  • Aufklärungskampagnen: Kampagnen wie die von der WHO geförderte "Tabakfreie Initiative" zielen darauf ab, das Bewusstsein für die Gefahren des Passivrauchens zu schärfen und den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu fördern.

Behandlung und Risiken

Passivrauchen ist mit zahlreichen Gesundheitsrisiken verbunden, darunter:

  • Atemwegserkrankungen: Erhöhtes Risiko für Asthma, Bronchitis und Lungenentzündung.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Krebserkrankungen: Insbesondere ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Die wirksamste Maßnahme gegen die Risiken des Passivrauchens ist die Schaffung vollständig rauchfreier Umgebungen.

Zusammenfassung

Passivrauchen stellt ein signifikantes Gesundheitsrisiko für Menschen dar, die Tabakrauch in ihrer Umgebung ausgesetzt sind. Die Vermeidung von Passivrauchen durch die Schaffung rauchfreier Zonen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die damit verbundenen Gesundheitsgefahren sind entscheidende Schritte zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und der Umweltqualität in Innenräumen.

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