English: Watershed / Español: Cuenca hidrográfica / Português: Bacia hidrográfica / Français: Bassin versant / Italiano: Bacino idrografico

Wassereinzugsgebiet bezeichnet die Fläche, unter der das Grundwasser gebildet wird und dem Brunnen oder der Quelle zufließt.

Ein Wassereinzugsgebiet ist ein Gebiet, in dem das Wasser von Niederschlägen oder Schmelzwasser durch natürliche Oberflächenabflüsse oder unterirdische Strömungen in ein Gewässer fließt. In diesem Gebiet befinden sich alle Orte, die zum Wassersystem beitragen, wie Bäche, Flüsse, Seen, Feuchtgebiete, Grundwasserleiter und andere natürliche oder künstliche Strukturen.

Im Umweltkontext ist das Wassereinzugsgebiet von großer Bedeutung, da es Auswirkungen auf die Qualität und Verfügbarkeit von Wasser hat. Die Landnutzung, wie Landwirtschaft, Städtebau oder Industrie, kann Auswirkungen auf die Wasserqualität und -quantität haben. Abwässer, Pestizide, Düngemittel, Chemikalien und Abfälle können ins Wasser gelangen und die Umwelt und die menschliche Gesundheit beeinträchtigen.

Es ist daher wichtig, das Wassereinzugsgebiet zu schützen und zu erhalten. Zum Schutz des Wassereinzugsgebiets können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, wie z.B. die Einschränkung der Landnutzung, die Förderung von ökologischen Landbau- und Bewirtschaftungsmethoden, die Schaffung von Pufferzonen oder das Verbot von bestimmten Substanzen.

Einige Beispiele für Wassereinzugsgebiete sind die Einzugsgebiete von Flüssen wie dem Rhein oder der Donau, der Amazonas oder des Nil. Auch kleinere Einzugsgebiete von lokalen Gewässern, wie Bächen oder Seen, sind von großer Bedeutung für die Umwelt und die lokale Gemeinschaft.

Als Wassereinzugsgebiet wird aber auch das Gebiet bezeichnet, das von einem fließenden Gewässer entwässert wird.

Insgesamt ist das Wassereinzugsgebiet ein wichtiger Begriff im Umweltkontext, der die Bedeutung von Maßnahmen zur Erhaltung der Wasserressourcen und des ökosystem-relevanten Gleichgewichts unterstreicht.