Ein Auffangbehälter (Auffangwanne, Auffangbehältnis) ist ein Behälter zur Lagerung und zum Transport von festen oder flüssigen Stoffen, die potenziell umweltgefährdend sind.

Gefahrstoffe aller Art müssen in den dafür vorgesehenen Behältern transportiert werden, das ist in Deutschland so vorgesehen. Auch die Lagerung ist genau geregelt. Aber manchmal ist es mit dem richtigen Behälter einfach nicht getan. Denn jeder Behälter kann auslaufen. Winzige Risse im Deckel, eine leicht beschädigte Dichtung reichen aus. Und zu solchen kleinen Schäden kommt es schnell, insbesondere beim Transport.

Daher sind Auffangbehälter eine gute Sache. Wer beim Transport keine schädliche Chemikalienspur legen will, sollte Fässer, Boxen, Wannen und andere Behälter grundsätzlich auf oder über einer entsprechenden Auffangwanne transportieren. Abhängig vom Gefahrstoff, der transportiert wird, variieren die Materialien und der Aufbau der Wannen. Edelstahl, Aluminium oder Kunststoffe eignen sich gut, in der Regel gibt der Hersteller an, welche Wanne für welche Stoffe geeignet ist.

 

Flach oder hoch, mit oder ohne Staplertaschen

Die Form der Auffangwannen richtet sich danach, wo sie eingesetzt werden. Steht eine Wanne grundsätzlich auf der Palette oder im Gestell unter dem eigentlichen Behälter, muss sie für den entsprechenden Gefahrstoff geeignet sein (Stahl oder bestimmte Kunststoffe für ätzende Flüssigkeiten, Stahl für brennbare Stoffe, Aluminium für bestimmte Chemikalien). Welcher Gefahrstoff warum genau gefährlich ist, das geben die internationalen und als Piktogramme leicht verständlichen Gefahrenzeichen auf dem Behälter der Stoffe an. Soll die Wanne aber auch zum Transport mit dem Gabelstapler genutzt werden, bieten sich Wannen mit Staplertaschen an. Diese besonderen Wannen stehen auf der Staplergabel stabil und verrutschen nicht, was die Sicherheit beim Transport erhöht. Außerdem sind die Wände der Wannen in der Regel höher, so dass auch nichts herausschwappen kann. Achtung: Höhere Wände bedeuten in diesem Fall nicht zwangsläufig, dass die Wanne ein höheres Fassungsvermögen hat!

 

Manchmal kann es auch sinnvoll sein, für den Transport auf dem eigenen Gelände einen Auffangbehälter mit Rollen darunter zu nutzen oder ein spezielles Gestell inklusive Auffangbehälter, in den der eigentliche Transportbehälter mit dem Gefahrstoff einfach eingehängt wird. Eine ganz gute Übersicht über die Grundlagen für die Lagerung von Gewässer gefährdenden Stoffen geben die Fachhändler.

Bei Kleckerei Gefängnis oder Geldstrafe

Der verantwortungsvolle und sichere Umgang mit Gefahrstoffen obliegt demjenigen, der mit den Stoffen hantiert. Ein leckgeschlagener Behälter, der Gefahrstoffe in die Umwelt bringt, kann also nicht zwangsläufig dem Hersteller, dem Spediteur oder jemand anderem angelastet werden. Das heißt konkret: Wer kleckert und damit Gewässer verschmutzt, der geht in Deutschland bis zu fünf Jahre ins Gefängnis oder zahlt eine entsprechende Geldstrafe. Nur eine Auffangwanne zu verwenden, ist dabei nicht einmal ausreichend: Der Betreiber der Wanne ist außerdem für den bestimmungsgemäßen Gebrauch, die Pflege und die Wartung zuständig. Einmal wöchentlich müssen Wanne und Zustand überprüft werden, das wird dokumentiert und die Dokumentation muss gegebenenfalls dem Gewässerschutz vorgelegt werden. Bei manchen Stoffen ist es außerdem nötig, eine Chemikalie zur Absorption im Auffangbehälter zu haben.


Buchliste: Auffangbehälter

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