Der Materialinput pro Serviceeinheit (MIPS) bemisst die Umweltbelastungsintensität von Prozessen und Gütern im Hinblick auf ihren spezifischen Ressourcenverbrauch in allen Lebensphasen. In dem "Materialinput pro Serviceeinheit" (MIPS) werden Inputressourcen als
(1) Material und
(2) Energie (gemessen in dem zur Energieerzeugung notwendigen Materialinput) in Gewichtseinheiten umgerechnet.
Für definierte Prozesse und dienstleistungsfähige Güter ist das Inverse von MIPS ein unmittelbares Maß für ihre Ressourcenproduktivität.


MIPS-Indikator

MIPS bedeutet Material Input Pro Serviceleistung und steht für die Menge an Material (MI), die insgesamt für die Erbringung einer Einheit Nutzen (Service) aufgewendet wird. Der MIPS zugeordnete Zahlenwert berechnet sich als Quotient aus dem Materialinput, der für die Produktion des jeweiligen Produktes notwendig war und der Serviceeinheit, welche ein Maß für den Nutzen des Produktes darstellt. Das MIPS-Konzept und seine praktische Anwendung in Form einer Materialintensitätsanalyse (Maia) können in vielfältiger Art und Weise in Unternehmen und Volkswirtschaften zur Anwendung kommen. MIPS stellt ein grundlegendes Maß für die Abschätzung der Umweltbelastung eines Produktes dar. Unter Anwendung des MIPS-Konzeptes lassen sich z.B. Umwelt- und Ressourcenmanagementsysteme für Unternehmen konzipieren. So können die Anforderungen der EU-Verordnung für eine Umweltbetriebsprüfung (Öko-Audit) zu einem großen Teil mit MIPS und Maia erfüllt werden. Die Messung der Ressourcenproduktivität mittels MIPS kann dabei auch finanzielle Einsparpotentiale für den jeweiligen Betrieb aufzeigen und Innovationschancen aufdecken.

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