Als Selbstreinigung der Gewässer wird der natürliche Abbau organischer Belastungen bezeichnet. Im Verlauf der Selbstreinigung werden die natürlichen Schmutzstoffe von immer größeren Organismen verzehrt, abgebaut oder festgelegt - zuletzt vom Endglied der aquatischen Nahrungskette, dem Fisch.

Im Umweltkontext bezieht sich Selbstreinigung auf die Fähigkeit eines Ökosystems, sich selbst zu reinigen und zu regenerieren, indem es Verunreinigungen, Schadstoffe und Abfälle abbaut oder umwandelt.

Ein Beispiel dafür ist die Selbstreinigungskapazität von Flüssen und Seen. Diese Ökosysteme können natürliche Verunreinigungen wie Blätter und Pflanzenreste abbauen, aber auch Schadstoffe wie Öle und Pestizide. Die natürlichen Prozesse der Abbaureaktionen, Adsorption, Oxidation und biologischen Abbau durch Mikroorganismen führen zu einer Reduzierung der Schadstoffbelastung im Wasser.

Andere Beispiele für Selbstreinigung im Umweltkontext sind:

  • Die Selbstreinigungskapazität von Böden: Mikroorganismen im Boden können organische Materialien abbauen und dadurch den Boden reinigen.
  • Die Selbstreinigungskapazität der Atmosphäre: Die Luft kann Schadstoffe durch Oxidation und Verdünnung reduzieren.
  • Die Selbstreinigungskapazität von Wäldern: Pflanzen können Schadstoffe aufnehmen und in ihre Stoffwechselprozesse integrieren oder als Biomasse speichern.

Ähnliche Begriffe im Umweltkontext sind: