Der Wald spielt für die gesamte Umwelt eine vielfältige und wichtige Rolle. Wälder beeinflussen das Klima, indem sie für Luftfeuchtigkeit sorgen. An einem Sommertag verdunsten z.B. 1 ha Buchenwald bis zu 40.000 l Wasser.

Wälder regulieren durch die "Schwammwirkung" ihres Wurzelwerks den Wasserhaushalt, indem sie das Regenwasser im Boden speichern. Zudem reinigen die Bäume die Luft von Schadstoffen und produzieren neuen Sauerstoff ("grüne Lunge"). Sie schützen vor Erosion und Lawinen (Bannwald). Wälder sind auch Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Schließlich dienen sie der Erholung des Menschen und liefern den Rohstoff Holz. Auf Waldlehrpfaden kann man die Pflanzen und ihre Funktion in der Natur kennenlernen.


Waldschäden mit z. T. flächenhaftem Absterben von Bäumen nahmen in den 80er Jahren in Europa, aber auch auf anderen Kontinenten in beängstigendem Maß zu. Zuerst waren die Tannen, dann die Fichten und die Kiefern betroffen und seit wenigen Jahren sogar Laubbäume, die bisher als relativ unempfindlich gegolten haben. Andererseits traten auch zunehmend Schäden in Gebieten auf, die als gering- oder unbelastet gelten. Kronenverlichtungen und Vergilbungen von Blättern und Nadeln haben inzwischen eine weitaus größere Ausdehnung erreicht als vor einigen Jahrzehnten. Die Waldschäden werden durch eine Vielzahl von abiotischen und biotischen Faktoren verursacht, die an den einzelnen Standorten unterschiedlich zusammenwirken. Nach der starken Reduktion von SO2 spielen heute Ozon und die anhaltend hohen Einträge an Stickstoffverbindungen (Ammoniak und Nitrat) eine wichtige Rolle bei der Schädigung der Wälder. Wesentlich für eine Abhilfe ist eine Verringerung dieser Emissionen aus den Bereichen Landwirtschaft und Verkehr.


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