Eine Kurzumtriebsplantage (KUP) ist eine Anpflanzung schnell wachsender Bäumen oder Sträucher mit geringen Ernteintervallen (ca. vierjährig). Die Gattungen Pappel, Weide und Robinie sind als KUP besonders gut geeignet. Klassische Waldbäume wie z.B. die heimische Buche oder Eiche eignen sich dagegen nicht für den modernen Kurzumtrieb.

Sie erreichen den größten Zuwachs ihrer Biomasse erst nach einigen Jahrzehnten. Eine weitere wesentliche Eigenschaft der hier verwendeten Arten ist die Fähigkeit zum so genannten Stockausschlag. Das bedeutet, dass sie aus dem im Boden verbliebenen Wurzelstock nach der Ernte der oberirdischen Triebe rasch und kräftig wieder austreiben können. Für den Anbau von KUP werden leistungsfähige Sorten von geeigneten Baumarten über Steckhölzer vermehrt und mechanisiert gepflanzt. Bei Ernte in der vegetationsfreien Zeit sind vitale Stockausschläge und hohe Erträge für mindestens zwei Jahrzehnte garantiert. Die Art der Bewirtschaftung weist viele Parallelen zur historischen Niederwald-Brennholzwirtschaft im Stockausschlagbetrieb auf. Die Nutzung des Stockausschlages bestimmter Weichlaubhölzer wurde modifiziert und zu einer voll mechanisierten Produktionsmöglichkeit für Holz auf landwirtschaftlichen Flächen weiter entwickelt.


Buchliste: Kurzumtriebsplantage

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